|
Pressearchiv

Arbeitsschutz in meinem Unternehmen
Lederindustrie-Berufsgenossenschaft bietet Alternative zur betriebsärztlichen
und sicherheitstechnischen Regelbetreuung an
Die Lederindustrie-Berufsgenossenschaft (LIBG) bietet im Rahmen
der arbeitsmedizinischen und sicherheitstechnischen Betreuung von
kleineren Mitgliedsbetrieben ein Informations- und Motivationsseminar
mit dem Titel "Arbeitsschutz in meinem Unternehmen" an.
Die Konzeption dieses Seminars, das Bestandteil der "Alternativen
Betreuung" nach der neuen Berufsgenossenschaftlichen Unfallverhütungsvorschrift
BGV A2 ist, wurde in Zusammenarbeit mit dem Berufsgenossenschaftlichen
Institut für Arbeit und Gesundheit (BGAG) in Dresden entwickelt.
Im Rahmen einer Feierstunde überreichte Institutsleiter, Dr.
Bodo Pfeiffer, die Ausbildungsunterlagen an eine Delegation der
LIBG.
Jeder Arbeitsunfall und jede berufsbedingte Erkrankung stört
betriebliche Abläufe. Neben dem verursachten Leid für
die Betroffenen, werden Qualität und Produktivität beeinträchtigt.
Gesunde und zufriedene Mitarbeiter sind somit ein wichtiger Schlüssel
zum Erfolg eines jeden Betriebes. Es liegt also im Interesse der
Unternehmer für sichere und gesunde Verhältnisse im eigenen
Betrieb zu sorgen.
Im Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG), wird die betriebsärztliche
und sicherheitstechnische Betreuung für Kleinbetriebe geregelt.
Unternehmer, die Versicherte beschäftigten, müssen zur
Wahrnehmung von Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes am
Arbeitsplatz Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit
bestellen. Als Alternative zu dieser regelmäßigen Betreuung
durch Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit bietet
die LIBG kleineren Unternehmen die sogenannte "Alternative
Betreuung" an. Vorteil dieser "Alternativen Betreuung"
ist, dass der Unternehmer selbst dafür sensibilisiert und informiert
wird, Aufgaben im Arbeits- und Gesundheitsschutz in seinem Betrieb
zu übernehmen. "Der Blick des Unternehmers für sichere
und gesunde Arbeitsplätze wird geschärft", so Ulrich
Meesmann, Hauptgeschäftsführer der LIBG. "Nur wenn
die Betriebsführung selbst von der Notwendigkeit geeigneter
Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz überzeugt
ist und in der Lage ist das Thema methodisch anzugehen, kann sie
den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Schutzgedanken vermitteln,"
ergänzte Holger Michel, Vorstandsvorsitzender der LIBG.
Der Zentralverband des Raumaustatterhandwerks wurde ebenfalls frühzeitig
in die Entwicklung des Seminars eingebunden. Die Raumausstatter
stellen den Großteil der Kleinbetriebe bei der LIBG. Für
Norbert Berndt, Präsident des Zentralverbands Raum und Ausstattung
werden mit dem Arbeitsschutzseminar zwei Fliegen mit einer Klappe
geschlagen: "Zum Einen kann der Unternehmer Schwachstellen
in seinem Betrieb aufdecken und so die betrieblichen Abläufe
optimieren; gleichzeitig wird der Arbeitsschutz verbessert und so
die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter gewährleistet."
Das Seminar "Arbeitsschutz in meinem Unternehmen" löst
das sogenannte Unternehmermodell der LIBG ab. "Schon beim Unternehmermodell
haben wir auf den Unternehmer als Arbeitsschutzmanager gezählt.
Mit der neuen BGV A2, die dem Unternehmer mehr Handlungsspielraum,
aber auch mehr Verantwortung gibt, kann diese Idee weiter ausgebaut
werden", so Harald C. Kiene, Leiter der Abteilung Prävention
der LIBG. Er ist davon überzeugt, dass mit Hilfe des Seminars
auch in den Kleinbetrieben der Sicherheitsgedanke auf fruchtbaren
Boden fällt und so Unfall- und Gesundheitsgefahren aus den
Kleinbetrieben weiter reduziert werden können.
|