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Lederindustrie-Berufsgenossenschaft senkt Beitrag zur gesetzlichen Unfallversicherung

Wirtschaftlichen Situation in der Branche Rechnung getragen

Der Beitrag zur Lederindustrie-Berufsgenossenschaft (LIBG) sinkt. Der Vorstand der LIBG trägt mit diesem Vorgehen der angespannten Wirtschaftslage Rechnung. Die Umlageziffer wurde in 2008 von 2,93 Euro auf 2,80 Euro (auf 1.000,- Euro Entgelt in Gefahrklasse1) und der Beitragssatz für den internen Lastenausgleich von 0,20% auf 0,19% verringert.

Das Unfallversicherungsmodernisierungsgesetz (UVMG 2008) schreibt eine neue Lastenverteilung vor. So wird eine Umlageziffer für Neurenten eingeführt - sie beträgt für die LIBG 0,03 Euro für das zurückliegende Beitragsjahr. Außerdem wird zusätzlich ein Beitragssatz für Lasten nach Entgelten (0,04% in 2008) fällig. Da aber die Fremdumlagen (Ausgleichslast und Insolvenzgeld) erheblich gesunken sind, werden die Unternehmen in der Lederindustrie-Berufsgenossenschaft insgesamt um 7 % oder rund 2,3 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr entlastet.

Im Übrigen befindet sich die LIBG im Fusionsprozess. Sie schließt sich am 01. 01. 2010 zur neuen Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie mit den Berufsgenossenschaften Chemie, Steinbruch und Bergbau sowie Papiermacher und Zucker zusammen. Die neue BG umfasst 35 000 Unternehmen mit ca. 1,3 Millionen Versicherten. Die branchenbezogene Präventionsarbeit bleibt dabei erhalten.