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Erforschung von Kniegelenksbelastungen

Autosattlerei in Villingen Schwenningen (Weilersbach) hilft Lederindustrie-Berufsgenossenschaft bei Erforschung von Kniegelenksarthrose

Berufsbedingte und schmerzhafte Erkrankungen der Kniegelenke treten in bestimmten Gewerbezweigen als Auslöser für eine Vielzahl von Arbeitsunfähigkeitstagen in Deutschland auf. Sowohl Arbeitgeber, als auch die betroffenen Mitarbeiter möchten solche Erkrankungen verhindern, doch der wissenschaftliche Kenntnisstand über die Ursachen der Entstehung der Krankheit ist bis heute als unzureichend einzustufen.

Zu den Aufgaben der Berufsgenossenschaften zählen auch die Vermeidung von arbeitsbedingten Erkrankungen und die Erforschung der Ursachen dieser Erkrankungen, um daraus Präventionsmaßnahmen zu entwickeln. Aus diesem Grund will die Lederindustrie-Berufsgenossenschaft (LIBG) mit Sitz in Mainz, in Zusammenarbeit mit dem Berufsgenossenschaftlichen Institut für Arbeitsschutz (St. Augustin) messen, wie stark Kniegelenke bei entsprechenden Tätigkeiten belastet werden.

Hierzu wird ein personengebundenes Messsystem (Cuela-System) zur Computer-Aufzeichnungen von Körperhaltungen und Bewegungen eingesetzt. Die Messperson kann nach Anbringung des Systems ihrer Arbeit in der gewohnten Art und Weise nachgehen. Zur späteren Identifizierung der verschiedenen Arbeitssituationen werden die Messungen mittels Videoaufnahmen dokumentiert.

Die Firma Kny Planen & Zelte GMBH in Villingen-Schwenningen hat sich bereit erklärt, die Lederindustrie-Berufsgenossenschaft bei diesem Projekt zu unterstützen. Im April 2007 wurden Mitarbeiter der Firma Kny "verkabelt", um die Bewegungsabläufe bei den verschieden Tätigkeiten dokumentieren zu können.

Weitere Mitgliedsbetriebe der LIBG helfen die Ursachen von Kniegelenksbelastungen zu erforschen und lassen Messungen in ihren Betrieben durchführen.

Ein Mitarbeiter wird verkabelt Als Anerkennung überreicht Präventionsmitarbeiter Herbert Scheuer eine Urkunde an Albrecht Kny (v.l.)