Die Ausbildungskonzeption basiert auf der Sicherheitsphilosophie mit ihrem ganzheitlichen Verständnis von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und einem Systemdenken, das die Systemsicherheit wesentlich in der Wechselwirkung von Technik, Organisation und Personalführung sieht. Die Konzeption berücksichtigt auch, dass Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz zunehmend als integrative und notwendige Bestandteile der Arbeitsabläufe, der Betriebsorganisation und einer erfolgreichen Betriebsstrategie verstanden werden.
Die Sicherheitsfachkraft wird so befähigt, das Unternehmen bei der Umsetzung eines modernen Arbeitsschutzsystems umfassend und wirkungsvoll zu beraten und die in der betrieblichen Praxis gestellten Anforderungen und Aufgaben unter dem dort gegebenen Handlungsrahmen professionell zu erfüllen.
Wie ist die Ausbildung strukturiert?
Die Ausbildung gliedert sich in drei aufeinander aufbauende Stufen.
Ausbildungsstufe I vermittelt die grundlegenden fachlich-inhaltlichen, methodischen und sozialen
Kenntnisse und Fähigkeiten.
Ausbildungsstufe II vertieft diese Kompetenzen speziell durch die Bearbeitung umfassender Fallbeispiele.
Ausbildungsstufe III erweitert diese Kompetenzen um branchenspezifische Aspekte.
Die Ausbildung erfolgt im Wechsel von Seminaren (Präsenzphasen) und Selbstlernabschnitten. In den Selbstlernphasen bearbeitet die angehende Fachkraft ausgewählte Themen selbständig mit den von der Berufsgenossenschaft bereitgestellten computergestützten Lernprogrammen (CBT - computer based training). Ergänzend zur theoretischen Ausbildung ist eine Praktikumsarbeit im eigenen Betrieb vorgesehen. Die gesamte Ausbildung ist innerhalb von drei Jahren abzuschließen.
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